Back on the Path

In: Gadgets & Apps Von: Malte Krohn

Mit großer Begeisterung hatte ich Ende 2011 begonnen Path zu nutzen. Ein für mobile Geräte entwickeltes Social Network, mit denen sich Nachrichten, Fotos und allerhand Aktivitätsinfos mit einem engeren Freundeskreis austauschen lassen. Das Besondere ist nämlich, dass Path auf 150 Kontakte (anfangs waren es 50) beschränkt ist.

Und so entwickelte Path innerhalb weniger Wochen eine sehr spannende Dynamik. Diese wurde im Februar diesen Jahres jedoch jäh unterbrochen, als Nutzer herausfanden, dass Path ungefragt iPhone-Adressbücher auf die firmeneigenen Server geladen hatte, um die eigenen Kontakte mit den angemeldeten Path-Nutzern abzugleichen. Der Aufschrei war groß, auch wenn man sagen muss, dass dieses Vorgehen auch bei anderen Apps gang und gäbe war. Die Kommunikation des Path-Teams war zunächst etwas unglücklich verlaufen, weshalb eine recht hohe Zahl von Nutzern dem Dienst den Rücken kehrten. Und mit den Nutzern verlor der Dienst an Attraktivität. Auch ich habe zu diesem Zeitpunkt die aktive Nutzung von Path eingestellt, da ich zudem zeitgleich von iOS auf Android zurück wechselte und die App zunächst iOS-only angeboten wurde. Und so verlor ich Path aus den Augen.

Bis mich @dasmurphy in der vergangenen Woche aufforderte doch mal wieder bei Path vorbeizuschauen. Da ich wenige Tage vorher gesehen hatte, dass Path nun auch für Android verfügbar ist, nahm ich das Gespräch zum Anlass, Path zu installieren. Und siehe da, es dauerte zwei Tage und ich war wieder wie gebannt. In der Zwischenzeit hat sich wirklich einiges getan, die Funktionen wurden erweitert, der Abgleich des Adressbuchs muss inzwischen bewusst aktiviert werden und nicht nur ich scheine gerade einen zweiten Anlauf zu nehmen, da in den vergangenen Tagen immer mehr bekannte Gesichter wieder im Stream zu entdecken waren. Die Exklusivität und das Konzept von Path trifft anscheinend nach wie vor nicht nur bei mir einen Nerv. Von daher kann ich es allen ans Herzen legen Path mal auszuprobieren, bzw. den eigenen Account zu reaktivieren.

3 Kommentare

Marc Oktober 15, 2012 Antworten

Ich hatte mich damals zwar nicht von Path abgemeldet, aber es eine ganze Weile nicht mehr verwendet. Heute schaue ich wieder ab und zu rein und bin nach wie vor von der App. begeistert. Ich halte die App. besser als die Facebook oder die GooglePlus App. Leider haben sich damals viele aus meinem Freundeskreis aus/von Path verabschiedet und so sind auch heute noch sehr wenige bei Path anzutreffen, aber man kann es ja auch mit twitter und Facebook verbinden.

Malte Oktober 15, 2012 Antworten

Da stimme ich dir zu, die App ist super, liegt aber natürlich auch am mobile-first Ansatz, denn das Webinterface lässt noch auf sich warten. Für mich gewinnt Path gerade alleine dadurch an Attraktivität, dass mich der Content auf Facebook inzwischen immer häufiger an Wer-kennt-wen und StudiVZ erinnert…

DerZyklop Dezember 26, 2012 Antworten

Mir geht’s ähnlich. Dein Artikel hat mich zu diesem Blogpost inspiriert: http://der-zyklop.de/pxwrk/path-so-wie-ich-mir-facebook-vorstelle

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