Warten auf Reeder

In: Gadgets & Apps Von: Christian Jung (Gastautor)

Ich weiß gar nicht mehr, wann ich die erste Version von Reeder, dem großartigen RSS-Reader für Mac und iOS benutzt habe. Jedenfalls ist es schon einige Zeit her und ich war die ganze Zeit hoch zufrieden mit Reeder. Wie schwer kann es schon sein, einen vernünftigen RSS-Reader zu programmieren? Offensichtlich  sehr schwer, wie man jetzt mal wieder bemerkt. Seit dem 1. Juli ist Google Reader nicht mehr da, einfach weg, der Platzhirsch. Einige Plattformen sind damals wahnsinnig schnell in die Bresche gesprungen und ich schlussendlich bei Feedly gelandet. Warum also scheint es schwer zu sein?

  1. Eine neue Version von Reeder, die feedly unterstützt, ist immer noch nicht für den Mac verfügbar. Im März hat Silvio Rizzi auf  Twitter angekündigt, dass Feedly unterstützt werden wird. Im November hieß es dann immer noch: „Working on Reeder for Mac“. 9 Monate für einen RSS-Reader. Wow.
  2. Fast noch beeindruckender und ein weiteres Beispiel dafür, dass es so schwer zu sein scheint, ist aber der Fakt, dass es keine Konkurrenten gibt. Feedly auf dem Mac? Gut, es gibt eine Hand voll Reader, die sich in der Status Bar einrichten. Die ist bei mir aber schon voll genug, ich möchte einen echten Stand-Alone-Reader haben. Angebote? Fehlanzeige.

In den meisten anderen Software-Nischen hätte mich ein Vorgehen wie das von Reeder zum Ex-Kunden gemacht. Da es aber keinerlei Alternativen gibt und mir die Web-App noch nie gefallen hat, werde ich wohl auch bei Reeder 2 for Mac wieder dabei sein. Glück gehabt, Herr Rizzi.

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