Tesla Supercharger im Siegerland

In: Mobilität Von: Malte Krohn

Mit ordentlich Druck versucht Tesla derzeit den deutschen Markt zu erobern. Und so war die Ankündigung von Gründer Elon Musk in Deutschland so schnell wie möglich die ersten Supercharger zu installieren nicht bloß heiße Luft. An den Ladestationen sollen Tesla-Besitzer zukünftig den Akku ihres Fahrzeugs innerhalb von 30 Minuten wieder auf 80 Prozent laden können – und zwar kostenlos.

Tesla Supercharger Wilnsdorf
Tesla Supercharger in Wilnsdorf (Screenshot: YouTube – TeslaMotors)

Die ersten Rasthöfe sind nun von Tesla ausgerüstet worden. Interessant ist dabei, dass Tesla seinem Konzept treu bleibt und die Stationen nicht in Ballungszentren installiert, in denen es sicherlich die größte Aufmerksamkeit geben würde, sondern in der Peripherie. Also genau dort, wo man die Schnelladestationen in der Tat braucht. Eine der ersten Stationen ist deshalb vor wenigen Tagen ausgerechnet in Wilnsdorf, in der Nähe von Siegen, in Betrieb genommen worden. Während meines Studiums in Düsseldorf bin ich hier regelmäßig vorbeigekommen. Ein Punkt am Ende der Welt, aber gerade hier – zwischen dem Ruhrgebiet und Frankfurt – macht die Schnellladestation am meisten Sinn. Auch wenn man sich trotzdem verwundert die Augen reibt.

In jedem Fall erweitern die Supercharger die Reichweite der Fahrzeuge um ein vielfaches. Auch deshalb haben einige Tesla-Fahrer kürzlich den Test gewagt und sind mit mehreren Fahrzeugen von Amsterdam nach St. Anton gefahren. In Wilnsdorf hat die Gruppe ebenfalls halt gemacht.

Eine andere Gruppe von Tesla-Fahrern war im Dezember in Wilnsdorf, um sich die Supercharger bereits vor der Einweihung anzuschauen (siehe auch im Blog von DanZei).

5 Kommentare

Christian Januar 28, 2014 Antworten

Wie wird bei e-Autos denn abgerechnet beim tanken? In Kilowatt/Stunden? Und wie sind denn da die Preise? Hab ich mich gerade mal gefragt….

Malte Krohn Januar 28, 2014 Antworten

Man bezahlt in der Tat in kWh. Die Kosten sind je nach Betreiber der Stromtankstelle unterschiedlich.

An dem Supercharger in Wilnsdorf können übrigens nur Tesla-Fahrzeuge „tanken“. Und für die ist das ganze ja kostenlos. Interessanterweise gibt es aber auch für andere Fahrzeuge momentan noch etliche Ladestationen, an denen man nichts zahlen muss (siehe http://www.goingelectric.de/stromtankstellen/Deutschland/kostenlos/).

Jashin Januar 29, 2014 Antworten

Oh-oh, das ruft den Physiker in mir auf den Plan.
Die Einheit der Leistung ist Watt. Leistung ist Energie pro Zeit. Ergo ist die Einheit der Energie Kilowatt mal Stunden (kWh) und nicht etwa kW/h!!!

Jens Januar 31, 2014 Antworten

Auch in anderen Orten geht es langsam los:
http://www.final.fronhausen.de/?p=2920

Christian April 26, 2015 Antworten

Es ist schon vorbildhaft, was Elon Musk mit Tesla bisher geschafft hat. Alleine die Ladezeit auf rund 30 Minuten zu reduzieren und dabei solche eine Reichweite zu schaffen, ist wirklich beeindruckend. Ich würde mir auch am liebsten ein Auto mit rein elektrischem Antrieb kaufen, aber auch wenn das Laden an vielen Stationen zur Zeit noch kostenlos ist, dauert mir die Aufladezeit einfach noch zu lang, zumindest wenn man am Tag aufladen muss. In Fällen, bei denen die Stationen an Supermärkten stehen, kann man das Laden ja noch mit dem Einkaufen verbinden, aber ist man mal auf der Fahrt in den Urlaub, muss man schon hoffen, dass man nicht tagsüber aufladen muss, sondern erst abends beziehungsweise nachts. Die 30 Minuten an den Superchargern dagegen finde ich völlig ok. Ich kann nur hoffen, dass der Tesla S für mich irgendwann bezahlbar wird, vielleicht ja auch als Gebrauchtwagen.

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