Spiel des Jahres 2013: Hanabi

In: Allgemein Von: Malte Krohn

Für die Spieleverlage ist es der Ritterschlag, wenn einem Spiel aus dem eigenen Haus der Titel „Spiel des Jahres“ verliehen wird. Über die Verkäufe des Spiels muss man sich dann wohl keine Sorgen mehr machen.

Obwohl im eigenen Freundeskreis eher seltener die klassischen Bestseller-Brettspiele zum Einsatz kommen, ist es trotzdem so, dass das Spiel des Jahres stets getestet und gegebenenfalls gekauft wird. Dieses Mal war es keine lange Frage, ob das aktuelle Spiel des Jahres einen Platz in unserem Regal ergattern kann. Alleine schon deshalb, weil 2013 endlich mal wieder ein klassisches Kartenspiel gewonnen hat, das gerade mal 5-8 Euro kostet. Es müssen ja nicht immer aufwendige und teure Brettspiele sein.

Hanabi-Spiel-des-Jahres
Quelle: Abacusspiele

Im Kommentar des Jury-Vorsitzenden heißt es deshalb auch passenderweise:

„Es kommt nicht auf die Schachtelgrösse an. Oft sind gerade kleine preiswerte Spiele sehr raffiniert und bieten enormen Spielspass. Weil  sie überall hin mitgenommen und nahezu an jedem Ort gespielt werden können, sind manche von ihnen die idealen Botschafter, um das Spiel als Kulturgut in Familie und Gesellschaft weiter zu verbreiten, was ja das zentrale und eigentliche Anliegen ist, das die Jury „Spiel des Jahres“ mit ihren Preisen, Nominierungen und Empfehlungslisten verfolgt“ (Quelle).

Hanabi jedenfalls ist ein einfaches, aber trotzdem schönes Kartenspiel, das durch seine ungewohnte Spielweise überzeugt. Das Spielprinzip ist zunächst einmal nichts neues. Man muss farblich passende Zahlenreihen vor sich auf den Tisch legen. Die Besonderheit dabei ist jedoch, dass man die Karten mit der Vorderseite von sich weg halten muss. Deshalb können nur die Mitspieler sehen, was man selbst auf der Hand hat und ist auf deren Hilfe angewiesen. Gewinnen und verlieren kann man nur zusammen. Eine genauere Erklärung  ist u.a. bei spielekult.de zu finden.

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