#i3tour – Wie wir unterwegs an Strom kommen

In: Unterwegs Von: Malte Krohn

Gestern hat Christian bereits einige Details über den BMW i3 verraten, mit dem wir unterwegs sein werden. Da nun klar ist, dass wir im April ohne zusätzlichen Notfall-Verbrennungsmotor Richtung Norden fahren, wird die Frage nach den Ladestellen umso entscheidender. Wenn wir unterwegs keinen Strom finden, haben wir nämlich keinen Plan B.

Bereits vorab hatten wir ein wenig recherchiert. Inzwischen gibt es einige Plattformen, mit der sich unterschiedlich ausführlich Ladestellen finden lassen. Ganz schön fanden wir Chargemap.com, da sich dort auch die Stromtankstellen auf einer definierten Reiseroute anzeigen lassen. Man kann dabei auch auswählen, wie weit abseits der Route gesucht werden soll.

ChargeMap
Screenshot: Chargemap.com

Das Problem der großen Diversität der Anbieter war uns natürlich schon vorher bekannt, aber wir waren dennoch überrascht davon, für wie viele Ladesysteme und Kundenkarten wir uns eigentlich anmelden müssten. Im Gegensatz zu konventionellen Tankstellen ist es meist nicht möglich, an den Stromtankstelle einfach in Bar oder mit EC-/Kreditkarte zu zahlen. Viele Anbieter erwarten vorab eine Registrierung. Wobei der Registrierungsaufwand nicht bei allen Angeboten vorher abschätzbar ist. Zum Teil, erfährt man selbst auf den Websites der Anbieter kaum etwas darüber, unter welchen Bedingungen man an ihren Tankstellen Strom beziehen kann.

BMW hat diesem Problem mit seinem ChargeNow Netzwerk entgegen gewirkt. Als Käufer eines BMW i3 oder i8 hat man die Möglichkeit eine Karte zu erhalten, die an vielen Ladestellen gilt. Das Navi versucht den Fahrer dann zu entsprechenden Stromtankstellen zu lotsen. Eine Übersicht aller ChargeNowLadestellen findet man hier.

Recht schnell ist uns allerdings aufgefallen, dass das Netz von ChargeNow Ladestellen in Ostfriesland noch recht mau ist. Spätestens hinter Oldenburg wären wir von normalen Hausanschlüssen abhängig, an denen uns eine Ladung mehr als einen halben Tag kosten würde. Zumal wir auch erst einmal jemand finden müsste, bei dem wir unsere Kabeltrommel ausrollen dürfen.

Von daher haben wir uns nach Alternativen umgeschaut und entdeckten, dass der lokale Energieversorger EWE in Ostfriesland bereits eine Reihe von Ladestellen installiert hat. Kurzerhand haben wir uns beim Anbieter erkundigt, wie wir bei Ihnen laden können. Die Antwort kam prompt. Eine formlose Kundenkarten-Bestellung per E-Mail würde reichen.

EWE-Stromtankkarte

Irgendwie konnten wir uns ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass es wirklich so einfach gehen soll. Aber bereits zwei Tage später hatte Christian die Karte in seinem Briefkasten liegen. Und das beste kommt noch: Aktuell ist das Laden bei EWE kostenfrei. Dafür zwei Daumen nach oben für den norddeutschen Energieversorger! Dann hoffen wir mal, dass die Nutzung der Ladestellen genauso unkompliziert wird, wie die Organisation vorab.

Zum jetzigen Zeitpunkt können wir uns also entspannt zurücklehnen und freuen uns darüber wie gut bislang alles klappt.

Schreibe einen Kommentar