#i3tour – Nervenkitzel inklusive

In: Unterwegs Von: Malte Krohn

Pünktlich um kurz nach acht haben wir Neßmersiel heute Morgen verlassen, um uns auf den Weg Richtung Heimat zu machen. Bis zu unserem ersten Halt in Oldenburg lief alles entspannt. Die Straßen waren um diese Uhrzeit noch wie leer gefegt. Feiertagsbedingt konnten wir allerdings auch nicht energiesparend im Windschatten eines LKW fahren.

In Oldenburg angekommen haben wir den i3 noch ein letztes Mal an einer EWE-Ladestation angeschlossen. Am Typ2-Lader war allerdings erneut Geduld gefragt. Während wir den unfreundlichen und langsamen „Service“ eines Cafés in der Nähe genossen, hatte das Auto in 75 Minuten 32 Kilometer neu hinzugewonnen.

Mit 54 Kilometern im Akku haben wir uns auf die Reise ins 44 Kilometer entfernte Stuhr gemacht. Dort ist direkt neben einem Einkaufszentrum eine CCS-Schnellladestation zu finden. Am Samstag hatten wir extra telefonisch abgeklärt, ob wir an der, vom lokalen Energieversorger EON-Avacon aufgestellten Station laden können. Kein Problem, wie es hieß. Während wir uns also Stuhr näherten beschleunigte sich mein Puls allerdings kontinuierlich, da wir unterwegs trotz weiterhin sparsamer Fahrweise, Reichweite verloren hatten. Von daher waren wir beide froh, als wir endlich vor der Ladestation standen. Dann jedoch die Ernüchterung, wir bekamen nach der Aktivierung der Station nur Fehlermeldungen präsentiert. Der Ladestecker war verriegelt und ließ sich nicht mehr vom Auto lösen. So hatten wir uns das nicht vorgestellt.

Die Notfall-Hotline hat ganz besonders sinnvolle Sprechzeiten (Montag-Freitag, 9-17 Uhr). Erst die Notfalltaste, gab unser Auto wieder frei. Es blieb allerdings das Problem mit dem leeren Akku.

Zum ersten Mal haben wir in Stuhr übrigens einen anderen Elektroauto-Fahrer getroffen. Der Tesla-Fahrer, hatte im Gegensatz zu uns allerdings noch 100 Kilometer Reichweite und konnte einfach weiterfahren.

In unserer Verzweiflung sind wir mit den verbleibenden Kilometern zur nächsten BMW-Niederlassung geschlichen, die zum Glück noch in Reichweite lag. Dort stand die erlösende Ladestation allerdings wie schon befürchtet hinter einem Tor und ist nur wochentagsüber erreichbar. Doch zu unserem Glück, war ausgerechnet am Ostersonntag die Niederlassung geöffnet und der freundliche Wachmann, der uns das Tor öffnete, freute sich sogar, dass er mal sehen konnte, wie man einen BMW i3 lädt. Eine absolute win-win-Situation. Wobei wir wohl ehrlich gesagt doch etwas glücklicher und erleichterter waren, als er. So viel Glück muss man erstmal haben.

Nun geht es weiter zur nächsten Station nach Bruchhausen-Vilsen. Dort treffen wir erneut auf eine Avacon-Station. Hoffentlich haben wir jetzt mehr Erfolg.

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