#i3tour – Nochmal kurz zwischen getankt 

In: Unterwegs Von: Christian Jung (Gastautor)

Der nächste Ladestopp liegt hinter uns, nach 72km haben wir für ganze 11 Minuten lang bei einer weiteren Fastned-Station getankt und haben wieder 105km Reichweite auf der Uhr. Damit geht es los zu unserer vorerst letzten Ladestation auf unserem Weg an die Nordsee. In 52km folgt nochmal ein kompletter Ladestopp auf etwa 110-120km Reichweite in Veeningen – dann endlich mal auf unserer Seite der Autobahn. Damit müssten wir es bis zum Hotel schaffen.

Hoffentlich können wir am Hotel nochmal etwas Strom am langsamen Anschluss tanken, um dann sicher die fehlenden 10km für einen kurzen Besuch am Dollart zurückzulegen. 

Man muss einfach begeistert sein von Fastned. Die Geschwindigkeit des Ladevorganges ist unfassbar, selbst bei BMW kamen wir nicht in ähnliche Regionen, auch wenn die Anschlüsse nominell die gleiche Leistung haben sollen. Gerade wenn man nicht immer voll tanken muss, zeigt sich Stromtanken dem herkömmlichen Tanken fast gleichwertig. Vor allem aber ist die Bedienbarkeit der Zapfsäulen ein Gedicht. Wenn man sich wie wir vorher bei der Fastned-App registriert und seine Kreditkarten-Daten hinterlegt hat, macht die App fast alles automatisch. Ein kurzer Klick auf Start an der Säule, dann steckt man das Ladekabel ins Auto und öffnet auf dem Smartphone die Fastned-App. Diese erkennt über das GPS automatisch, an welcher Station man sich befindet und fragt nur noch nach der Säulennummer. Sobald die eingegeben ist, geht der Ladevorgang los. Nicht mal 2 Sekunden dauert dabei die Übertragung von Handy zur Säule, das ist mehr als beeindruckend. 

Interessant ist noch der Hinweis, dass die Säulen von ABB, einer in Deutschland vertretenen Firma, stammen – in Deutschland aber noch kaum jemand das geniale Konzept auch anwendet. Fastned hat bereits angekündigt, nach Deutschland expandieren zu wollen, aber noch ohne Zeitangabe. Warum nicht der ehemals staatliche Quasi-Monopolist Tank+Rast das System flächendeckend an deutschen Autobahnen anbietet, wird wohl sein Geheimnis bleiben.

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