#teslatour – Die Route

In: Unterwegs Von: Christian Jung (Gastautor)
Bildquelle: Tesla
Bildquelle: Tesla

Zwei Dinge sind am Tesla Model S einfach großartig:

  1. ist die Reichweite an sich schon phänomenal. Während die deutschen Autohersteller etwa 20kWh-Batterien in ihren Elektroautos verbauen, klotzt Tesla mit 60-90kWh an Kapazität. Damit erreicht man dann selbst mit schweren, leistungsstarken Autos wie dem Model S großartige Reichweiten.
  2. sind die Supercharger eine Liga für sich. Tesla hat ein eigenes Netz an Hochgeschwindigkeits-Ladestationen aufgebaut. Während die bundesweite Förderung noch immer nicht richtig in Tritt gekommen ist (Obacht, hier könnte etwas mit Tank&Rast passieren – siehe auch meine Forderung dazu aus dem April 2015), hat Tesla inzwischen 55 eigene Stationen in  Deutschland aufgebaut, an denen man seine Model S und X kostenlos laden kann.

Das Supercharger-Netzwerk in Deutschland

Für uns war also klar, dass eine richtige Tour mit dem Model S nur entlang der Supercharger fungieren kann. Und wirft man einen Blick auf die Karte, erkennt man wie viel Nachdenken in die Planung der Stationen geflossen ist. Die Supercharger stehen nicht nur in den Ballungszentren, sondern vor allem genau zwischen ihnen. Gleich in unserer Nachbarschaft zum Beispiel gibt es in Wilnsdorf den ersten Tesla Supercharger in Deutschland. Ausgewählt wurde die Stelle aber nicht wegen der schönen Aussicht, sondern weil Wilnsdorf genau zwischen dem Rhein-Main- und dem Rhein-Ruhr-Gebiet an der A45 liegt.

Als wir unsere Route das erste mal durchdacht haben, waren wir daher auch positiv überrascht, wie sehr sich diese mit Superchargern deckt. Und davon ausgehend planen wir nun gar nicht, welche Städte oder Autobahnen wir berühren oder benutzen wollen – sondern haben als Etappenziel jeden Supercharger genutzt, der uns hilft. Auch haben wir keine Übernachtungsziele gesetzt, sondern fahren jeweils so weit, wie das Auto und wir Lust haben.

Unsere aktuelle Idee ist übrigens wirklich jeden Supercharger auf der Strecke anzufahren, damit wir nicht immer in die suboptimalen Randbereiche der Ladung kommen. Ob wir das beibehalten werden, wie es läuft und was das mit unserer Reise anstellt, darüber werden wir natürlich hier sowie auf Twitter (Malte, Christian) berichten.

16 Bundesländer

Das Ziel ist dabei klar: Wir wollen alle 16 Bundesländer besuchen, also nicht die jeweilige Hauptstadt oder die geographische Mitte, es zählt die kleinste Berührung von Grund und Boden. Unser grober Plan sieht bisher so aus:

  1. Wir beginnen unsere Rundfahrt in Wertheim, Baden-Württemberg, wo wir bei Teslastation.de unseren Wagen abholen.
  2. Von dort machen wir einen kurzen Abstecher nach Norden, um Hessen zu berühren, und halten uns dann östlich auf Würzburg – Bayern ist abgehakt.
  3. Weiter geht es nach Nordosten über Thüringen, Sachsen und Brandenburg nach Berlin.
  4. Der erste Richtungswechsel erfolgt dann von Berlin aus nach Nordwesten durch Brandenburg, mit einem kurzen Abstecher nach Sachsen-Anhalt weiter durch Mecklenburg-Vorpommern in Richtung Schleswig-Holstein.
  5. Hamburg, Niedersachsen und Bremen sind quasi eine logische Sequenz auf dem Weg wieder langsam nach Süden.
  6. Lange geht es dann durch Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, bevor wir mit dem letzten Abstecher nach Rheinland-Pfalz auf das Saarland zielen – der eindeutig größte Umweg in unserer Route.
  7. Von dort geht’s dann wieder zur Rückgabe zu Teslastation.de nach Wertheim – falls wir Hessen in Punkt 2 nicht berührt haben, könnten wir das hier einbauen.

In der Karte sieht das dann so aus – alles noch grob, aber die Idee lässt sich gut erfassen. Der Schlenker ins Saarland fällt hier übrigens größer aus, als tatsächlich nötig und wir werden auch keinen Schwimmverein oder Wertstoffhof besuchen. GoogleMaps mag so lange Routen nicht wirklich, daher mussten wir uns mit Optimap aushelfen:

karte

Ein Link-Tipp noch zum Ende: Eine ganze Stufe krasser als wir hat es Tesla in den USA selbst getrieben. In nur 3 Tagen samt Schneesturm von Los Angeles nach New York. Das Abenteuer ist in drei sehr sehenswerten Clips bei Vimeo online: Teil 1, Teil 2 und Teil 3.

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