#teslatour – dritter Bericht

In: Unterwegs Von: Malte Krohn

  
Der zweite Tag unserer Tour läuft. Pünktlich im Spreewald gestartet, ging es auf direktem Weg weiter zum Supercharger in Blankenfelde, kurz vor Berlin.

In Berlin (Bundesland 6/16) hätten wir deshalb eigentlich nicht zwingend laden müssen, allerdings sah der Plan vor, uns mit mehreren Freunden auf einen Kaffee zu treffen. Dafür hatten wir uns eine RWE-Ladesäule in Tempelhof rausgesucht. Auf dem Gelände der Stadtreinigung Berlin angekommen, erwartete uns allerdings keine Ladesäule, sondern nur noch die Überreste eben dieser. Anscheinend wurde die Station abgebaut und unsere Übersichtkarte war nicht auf dem aktuellsten Stand. Mit einem anderen Elektrofahrzeug wären wir spätestens jetzt ziemlich aufgeschmissen gewesen. Man denke nur an unsere i3-Tour, als wir uns immer mit wenigen Kilometern Restreichweite und von Ladestation zu Ladestation hangelten. Mit dem Tesla Model S kein Problem. Wir kommen jetzt auch noch leicht bis zum nächsten Supercharger. Doch anstatt gemütlich mit Freunden im Café zu sitzen und das Auto laden zu lassen, geht es nun direkt weiter. Immerhin haben wir einen Freund getroffen, den wir beide schon lange nicht mehr gesehen haben. Von einem Tesla wurde er jedenfalls noch nicht nach Hause gefahren. 

Nun sind wir gerade wieder aus Berlin raus und steuern den nächsten Supercharger an. Aber es bleibt ein bitterer Beigeschmack. Wir sind seit über 24 Stunden unterwegs und bekamen die ersten Probleme, als wir nun ein einziges Mal nicht auf die Supercharger zurück greifen wollten. Das Ladesäulen-Netz in Deutschland ist so zerklüftet, dass es nicht nur unzählige Anbieter, mit unzähligen Bezahlsystemen gibt, sondern eine Station einfach wieder verschwinden kann. Wenn man überland unterwegs ist benötigt man zwingend eine App mit einer Übersicht aller Anbieter, muss allerdings darauf hoffen, dass deren Datenbanken immer auf den neusten Stand sind. In unserem Fall hat RWE die Ladesäule anscheinend ohne große Ankündigung wieder abgebaut. Denn auch der hilfsbereite Pfördner vor Ort konnte nur mit den Schultern zucken.

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