#teslatour – erster Bericht

In: Unterwegs Von: Christian Jung (Gastautor)

IMG_6156

Seit 5 Stunden sind wir jetzt auf unserer #teslatour, und die ersten 3 Bundesländer sind bereits abgehakt. In Bayern (Bundesland 1/16) bei teslastation.de gestartet, ging es in Wertheim für einen kurzen Moment nach Baden-Württemberg (Bundesland 2/16) und dann auf der Autobahn über Würzburg nach Norden in Richtung Erfurt. Nach den zwei ersten Ladestopps ist es daher Zeit, für einen ersten Zwischenbericht:

Das Auto

Der Tesla Model S ist ein gleichermaßen beeindruckend und unbeeindruckendes Auto. Beeindruckend, weil es sich um eine Oberklasse-Limousine handelt, der man das elektrische Fahren kaum anmerkt. Wenn man nicht wie von der Tarantel gestochen auf das Gaspedal tritt, gleitet das Model S souverän über die Autobahn, wie jedes andere Auto auch. Und genau das ist in positiver Weise wieder unbeeindruckend, weil es eben keinen neuen, verwirrenden Eindruck hinterlässt. Ob man jetzt in einem BMW, Audi oder Tesla sitzt, ob man Diesel oder Benzin verbrennt, oder Strom aus Akkus saugt: Es lässt sich immer wunderbar Distanz überwinden, völlig entspannt.

Ein paar negative Seiten gibt es natürlich auch. Wenn vom 85.000€-Kaufpreis ein großer Teil für Akkus verwendet worden ist, ist der Qualitätsunterscheid zu deutschen Autoherstellern nicht weg zu diskutieren. Es knarzt und knackt, das Panoramadach pfeift unaufhörlich und der Schlüssel erinnert an ein billiges Spielzeugauto aus Plastik.

All das wird aber völlig irrelevant, wenn man den Fuß in Richtung Bodenblech drückt. Selbst wenn wir nur das „schwächste“ Model S mit 367 PS fahren – was an Beschleunigung aus einer mehr als 2 Tonnen schweren Limousine zu quetschen ist, tatöwiert das Grinsen ins Gesicht. Schaut man dann noch auf die enorme Reichweite von alltagstauglichen 350km, verschwinden alle anderen Elektroautos in der Bedeutungslosigkeit.

IMG_6227 IMG_6233

Ladestopps

Mit 332km Reichweite nicht ganz voll geladen sind wir in Wertheim gestartet. Die erste Etappe sollte 75km lang sein und uns zum ersten Supercharger in Gramschatzer Wald führen. Angestachelt vom Neuen und ausprobieren sind wir sehr zügig unterwegs gewesen, sodass wir mit 224km Restreichweite ankamen und somit 40km über dem geschätzten Verbrauch lagen. Sei’s drum, ein Model S bei 200km/h ist auf der Autobahn sicher ein amüsanter Anblick. 19 Minuten nach Beginn des Ladens waren wir wieder auf 304km Reichweite und es ging weiter.

Der zweite Stopp liegt gerade hinter uns, in Zella-Mehlis haben wir mit 150km Restreichweite Thüringen erreicht (Bundesland 3/16). Obwohl es diesmal bewusst langsamer voran ging, eingependelt bei ca. 130km/h, haben wir wieder etwa 40km Reichweite zu viel verbraucht. Beileibe kein Problem, denn mit 150km Restreichweite am Supercharger hatten wir immer noch mehr übrig, als unser BMW i3 von der letztjährigen Tour überhaupt anzubieten hatte.

Während der Tesla geladen hat, sind wir Mittag essen gegangen und sind nach 38 Minuten zum vollen Auto zurück gekommen. Voll heißt dabei übrigens nur 90% Akkuladung, da man ersucht ist, nur so wenig wie möglich zu „überladen“. Mit 342km neuer Reichweite geht es jetzt nach Erfurt weiter zu einem kurzen Treffen mit Christians Bruder, die nächste Ladestation ist dann nur 24km weiter in Weimar.

Für aktuelle Infos von unserer #teslatour empfehlen wir übrigens Twitter, Facebook und Instagram. Ab und zu werden wir auch Live-Videos per Periscope oder Facebook ausprobieren.

Schreibe einen Kommentar